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Sabine Bloch

Clara Möller-Coburg: Ostereier

Ein Beitrag zum 150. Geburtstag von Clara Möller-Coburg
zu Ostern 2019

Eingestellt: März 2019

Zu Ostern 2019 stellt das Goethezeitportal zwei Serien farbig gefasster Holz-Ostereier vor, entworfen 1906 von Clara Möller-Coburg für die Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst: eine „bürgerliche“ und eine „königliche“ Familie von ursprünglich jeweils sechs Figuren. Die gedrechselten Hohlkörper
aus Lindenholz waren in der Mitte zu öffnen und konnten als Behälter oder Spielzeug benutzt werden. Die noch erhaltenen Figuren werden hier abgebildet.

Vorgestellt wird Clara Möller-Coburg (1896-1918, Signet CMC) und einiges von ihr gestaltete Spielzeug. Sie war seit 1905 verheiratet mit dem Typographen und Buchgestalter F. H. Ehmcke (1878-1965). 1902 wurde sie Mitarbeiterin der Steglitzer Werkstatt in Berlin. Sie baute dort die Abteilung für Kunst-Stickerei auf, entwarf Reformmode und unterrichtete an der von der Werkstatt betriebenen „Schule für Buchgewerbe- und angewandte Kunst“ sowohl Entwurf wie auch Technik der Textilarbeiten. Gebrauchsgraphik gestaltete sie unter anderem für die Firma Syndetikon, dem wichtigsten Auftraggeber und Sponsor der Werkstatt.


Alle Figuren
Fotos der Ostereier: Olaf Nie, Weßling

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Gliederung

1. Entwurf und Herstellung der Ostereier
2. Clara Möller-Coburg: Biografie und künstlerisches Werk
3. Clara Möller-Coburgs Entwürfe für künstlerisches Spielzeug
4. Rechtlicher Hinweis und Kontaktanschrift

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1. Entwurf und Herstellung der Ostereier

1906 entwarf die Künstlerin Clara Möller-Coburg (1869-1918) zwei Ostereier-Serien, farbig gefasste und zu öffnende kleine Holzfiguren, für die Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst in Zschopau: eine „bürgerliche“ und eine „königliche“ Familie. (1)

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Die "bürgerliche" Familie

Vater, Mutter, Tochter - jeweils von vorn und von hinten

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Jede Figurengruppe umfasst sechs Personen; von der "bürgerlichen" sind leider nur 4 in corpore komplett erhalten. Wie es sich für eine „Familie“ gehört, haben die Figuren unterschiedliche Größen; sie sind zwischen 6 und 10 cm hoch (Ei-Körper inklusive Füssen und rundem Standbrett) und haben einen Durchmesser von 2,5 bis 5 cm. Einem traditionellen Familienbild entsprechend ist die größte Figur jeweils der Vater / König, gefolgt von der Mutter / Königin und den Kindern; ob es sich bei den weiteren Figuren auch um eine Magd oder gar den Hofnarren handeln könnte, bleibt der Fantasie und Spielfreude der Betrachter bzw. Benutzer überlassen. Eine im Nachlass von Clara Möller-Coburg doppelt vorhandene Figur zeigt, dass die Künstlerin unterschiedliche Farbvarianten angeboten hatte. Bei den Rohlingen für die Eier handelt es sich um gedrechselte Hohlkörper aus Lindenholz, die in der Mitte zu öffnen sind. (2) Bereits 1904 hatten die Dresdner Werkstätten unter anderem „Kleine Straßenkreisel von Cl. Möller-Coburg, Mädchen, Jungen und Gesichter darstellend“ in ihrem Katalog angeboten („Stück Mk. 0.15, Dtz. sort. Mk.1.68“). Ein entsprechendes Katalogangebot der Dresdner Werkstätten für die Ostereier ist bisher nicht bekannt.

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Die "königliche" Familie
und weitere Figuren

König, Königin, Prinz, Kind, Zwerg (?), Blumenmädchen,
mit Ausnahme der Königin von vorn und von hinten

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1909 verkauften die Dresdner Werkstätten ihre Spielwarenabteilung an die „Erzgebirgische Spielwarenfabrik Theodor Heymann“ in Großolbersdorf in Sachsen: 1912 findet sich eine Abbildung der „fürstliche Familie“, nun offensichtlich hergestellt von der Firma Heymann und ohne Hinweis auf die Künstlerin, neben anderen Osterprodukten unter der Sammelbezeichnung „Osterfüllwaren“ in einem Spielzeug-Katalog  der „Gemeinnützigen Vertriebsstelle Deutscher Qualitätsarbeit G.m.b.H.“, gegründet vom Dürerbund, Hellerau bei Dresden, als  „Ostereier, Königsfamilie darstellend, 6 Stück für Mk.3.75“ mit folgender Erläuterung: „ Die Osterfüllsachen eignen sich nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Als Büchse, Kästchen, Schale oder Schachtel haben sie bei ihrer guten Ausführung in Holz einen dauerhafteren Wert als die flüchtigen Papiermaché -Ostergeschenke.“ (3)

Anmerkungen:

(1) Zur Datierung: F. H. Ehmcke, seit 1905 mit Clara Möller-Coburg  verheiratet, berichtet aus dem Jahr 1906: „Auch Clara fand noch Zeit, Kinderspielzeug für die Dresdner Werkstätten zu entwerfen, einen Elefanten, der Schwanz und Rüssel bewegte und einige Sätze lustiger Holz-Ostereier auf Füßen, eine fürstliche und eine bürgerliche Ostereierfamilie.“ (F. H. Ehmcke, Familien-Chronik ab 1659 / Lebenserinnerungen bis 1920, Typoskript, 3 Bände, hier Bd 2, S.598, bsb München, Nachlässe, Sign. Ana 587.I.2).
Abbildungen beider Familien sowie weiterer Arbeiten von Clara Möller-Coburg in: F. H. Ehmcke-Düsseldorf u. Clara Möller-Coburg, Kunstgewerbliche Arbeiten (53 Abbildungen und zwei Beilagen) in: Dekorative Kunst, 11. Jg, Nr 6, März 1908, dort bezeichnet als „Atrappen-Ostereier, ausgeführt von den Dresdener Werkstätten für Handwerkskunst, Zschopau.“
Literatur zu den Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst (später: Deutsche Werkstätten), zu deren Gründer Karl Schmidt und dessen Einsatz für künstlerische und soziale Lebensbedingungen:
Klára Němečková: Designerinnen werden sichtbar - die Deutschen Werkstätten als Wegbereiter. In: Gegen die Unsichtbarkeit. Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938. Dresden 2018, S. 43-47 (Katalog zur Ausstellung des Kunstgewerbemuseums Dresden, 3.11.2018-3.3.2019) sowie im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg vom 17. Mai bis 18. August 2019. Urs Latus: Erzgebirgische Miniaturen fürs Kinderzimmer. Dresden 2018, insbes. S. 33-37.  
Ders.: Kunststücke. Holzspielzeugdesign vor 1914, Nürnberg 1998.

(2) Holzbestimmung an Hand von zwei Mustern durch Dr. Urs Latus, Nürnberg (email  1.2.2019).
Urs Latus weist aber auch auf die Möglichkeit hin, dass für das bei den Dresdner Werkstätten hergestellte Spielzeug eventuell auch Holzverschnitt aus der erfolgreichen Einrichtungs- und Möbelproduktion der Firma verwendet wurde (Latus 2018, S.36) Das könnte hier für Füße und Stellbrettchen möglich sein.
   
(3) Hinweis von Dr. Urs Latus, Spielzeugmuseum Nürnberg, 29.01.2019. Dass hier der Name der entwerfenden Künstlerin nicht mehr genannt wird, ist ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem Prinzip der Deutschen Werkstätten Karl Schmidts, Gestalter und Gestalterinnen immer zu erwähnen (vgl. Němečková 2018, S. 45 und Latus, 1998, S.41).

2. Clara Möller-Coburg: Biografie
und künstlerisches Werk

Clara Möller-Coburg
Düsseldorf um 1908

Clara Möller wurde am 10. April 1869 als erstes Kind des Oberlehrers Johannes Möller (1832-1913) und seiner Frau Susanne, geborene Flinzberg (1849-1926) in Coburg geboren. Ab 1901 nannte sie sich als Künstlerin Clara Möller-Coburg und behielt den Namen sowie ihr Signet CMC auch nach ihrer Heirat 1905 bei. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie ab 1897 in München, zunächst in Privatateliers, dann an der Damen-Akademie des Münchner Künstlerinnen-Vereins, wo sie Kopf-, Akt- und Kostümzeichnen belegte, schließlich bis 1902 mit dem Schwerpunkt Kunstgewerbe im Privatatelier ihres Lehrers Maximilian Dasio. (4) 1902 wurde sie Mitarbeiterin der Steglitzer Werkstatt in Berlin, gegründet 1900 von drei Schülern der „Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin,“ F.H. Ehmcke (1878-1965), F.W. Kleukens und Georg Belwe. Sie baute dort aus eigenen Mitteln die Abteilung für Kunst-Stickerei auf. Möller-Coburg unterrichtete an der von der Werkstatt betriebenen „Schule für Buchgewerbe- und angewandte Kunst“ sowohl Entwurf als auch Technik der Textilarbeiten und entwarf Reformmode, aber auch Gebrauchsgraphik, unter anderem für die Firma Syndetikon von Otto Ring, dem wichtigsten Auftraggeber und Sponsor der Werkstatt. (5) Zu ihren Entwürfen aus dieser Zeit gehören auch Vorsatzpapiere in verschiedenen farbigen Mustern, zum Teil auch auf Stoff gedruckt, und „Gildezeichen“ für diverse Berufszweige und Anlässe.

Nachdem von den Gründern zunächst Kleukens die Steglitzer Werkstatt verlassen hatte, dann Ehmcke, der ab Oktober 1903 einem Ruf von Peter Behrens als Lehrer an die Kunstgewerbeschule Düsseldorf folgte, und der wirtschaftliche Misserfolg der künstlerisch ambitionierten Werkstatt unübersehbar war, suchte auch Clara Möller-Coburg nach einer neuen Aufgabe:  Ab April 1904 unterrichtete sie als Lehrerin für Entwerfen und Ausführen von Textilarbeiten an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg, eine Tätigkeit, die sie wegen ihrer Eheschließung mit Ehmcke und ihrem Umzug nach Düsseldorf schon 1905 wieder aufgab.  Nach der Heirat, auch nach der Geburt ihrer beiden Kinder 1906 und 1908 war sie zunächst weiter künstlerisch tätig und beschäftigte in Düsseldorf auch Mitarbeiterinnen, die ihre Entwürfe, vor allem Web- und Stickarbeiten, ausführten. Ihre Arbeiten wurden zwischen 1902 und 1912 vielfach in Ausstellungen gezeigt sowie in Zeitschriften besprochen und abgebildet (6).

1913 zog die Familie nach München, wo Ehmcke nun als Lehrer an der Kunstgewerbeschule tätig war. In den folgenden Jahren scheint Clara Möller-Coburg nicht mehr außerhalb des privaten Bereichs gestalterisch tätig gewesen zu sein.

Clara Möller-Coburg starb am 30. Oktober 1918 in München an der „Spanischen Grippe“.

Anmerkungen:

(4) Zur Damen-Akademie in München:  Antonia Voit: Ausbildung von Künstlerinnen in Dresden und München Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. In: Gegen die Unsichtbarkeit. Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938. Dresden 2018, S. 32-35, mit zahlreichen Nachweisen (s. oben Anm. 1). Zu Maximilian Dasio: Jutta Assel / Georg Jäger: Maximilian Dasio: Geburtstagsschrift 1920. In: goethezeitportal. URL:
http://www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/quellen-und-studien-zur-bildungs-und-kulturgeschichte/maximilian-dasio-geburtstagsschrift-1920.html

(5) Zur Steglitzer Werkstatt: Jean Loubier: Die Steglitzer Werkstatt. In: Deutsche Kunst und Dekoration, Darmstadt 1903/04, S. 63-80. Insbes. zu Syndetikon:  Klaus Popitz: Eine kleine Firma macht große Reklame. Begleittext zur Ausstellung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen preußischer Kulturbesitz, Berlin 1978.

(6) Ausstellungen (Auswahl): 1902 Erste Internationale Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin: Textilarbeiten von Clara Möller-Coburg; 1904 Ausstellung künstlerischer Frauenkleidung im Kaufhaus Wertheim Berlin unter Leitung Else Opplers: Reformkleider. 1906 Deutsche Kunstgewerbeausstellung Dresden: Das von Ehmcke entworfene „Bücherzimmer“ ist mit Türvorhängen, Kissen und „Brüsseler Teppich“ von Clara Möller-Coburg ausgestattet. 1908 - 1912: Eine noch in Steglitz gemeinsam konzipierte Wanderausstellung von Arbeiten Ehmckes und Möller-Coburgs wird im Zweimonatswechsel in zahlreichen Städten gezeigt (Jena, Gera, Naumburg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Köln, München, Hagen, Barmen, Dresden, Hannover, Flensburg, Hamburg, Bern, Winterthur, Nürnberg, Bremen, Bonn, Aachen, Düren, Karlsruhe, Mannheim, Kaiserslautern, v.a. in Kunstgewerbemuseen).  1910 und 1912: Textilarbeiten von Clara Möller-Coburg in den Sonderbund-Ausstellungen in Düsseldorf und Köln (unter dem Namen „Clara Ehmcke“).

3. Clara Möller-Coburgs Entwürfe für künstlerisches Spielzeug

Oben:  Clara Möller-Coburg, historisches Spielzeug. Bleistift / Aquarell-/ Gouachefarbe auf Papier.
Unten: Clara Möller-Coburg: Skizzen mit Eierfiguren für Spielzeug bzw. Bilderbuchillustrationen. Bleistift/ Tusche/ Aquarell-/Gouachefarbe auf Papier.

Unter den ohnehin wenigen hinterlassenen Arbeiten und Entwürfen Clara Möller-Coburgs nimmt das Spielzeug den kleinsten Teil ein. Oft handelt es sich dabei um Papierarbeiten. Vieles ist Entwurf geblieben.

Farbige Studien von historischem Spielzeug belegen ihre gründliche Auseinandersetzung mit dem Thema. 1903 beteiligte sie sich an einem Spielzeugwettbewerb des Bayerischen Gewerbemuseums Nürnberg mit dem Entwurf einer Puppenwiege. (7) In der Steglitzer Werkstatt entwarf sie - wie  ihre Kollegen - verschiedene Papierausschneidebögen als Werbematerial für die Firma Syndetikon (s. oben Anm. 5), realisiert wurden zwei Hampelmänner.

Bilderbogen Syndetikon. Entwurf Clara Möller-Coburg 1902/03; hier fertig montiert (auf Pappe aufgezogen, ausgeschnitten, mit Bindfaden und Metallklammern zusammen gefügt). Höhe der Figuren 28 bzw. 27 cm (Nachlass Clara Möller-Coburg).

Diese von Clara Möller-Coburg um 1902/1903 entworfenen Hampelmänner wurden von der Firma Syndetikon (Otto Ring) als Bilderbogen gedruckt und als Werbematerial kostenlos abgegeben. Es sind sowohl Einzeldrucke (je eine Figur), wie auch Drucke in abweichenden Farbfassungen bekannt. Die hier abgebildeten Figuren wurden gefertigt aus einem Doppelbogen (Größe 36 x 43,5 cm), auf dem die Einzelteile beider Hampelmänner farbig gedruckt waren, jeweils bezeichnet als: „Syndetikon-Hampelmann. Entworfen von Clara Möller-Coburg. Verlag von Otto Ring & Co.  Berlin- Friedenau.“ Gemäß der beigefügten Anleitung musste dazu der auf dünnes Papier gedruckte Bogen auf Pappe geklebt werden („Stärke- oder Mehlkleister, dem etwas Syndetikon zugefügt ist, eignet sich am besten zum Kleben der Hampelmänner auf Pappe“), dann waren die Einzelteile „auszuschneiden, mit Bindfaden aneinander zu fügen und in Tätigkeit zu setzen“. Die Figuren waren nur einseitig bedruckt. Auf der Rückseite der Bögen befand sich jedoch ganzseitig eine weitere Syndetikon-Werbung, und zwar für „Rings’s Fleck-Entferner“ nach dem Entwurf von Georg Belwe, der eine Mutter mit Kind zeigte (auch vertrieben als farbige Reklamemarke unter dem Namen „Immaculus Rings’s Fleck-Entferner“). Obwohl nur einfarbig in hellem Ton gedruckt, ist dieser rückseitige Druck durch das dünne Papier noch teilweise erkennbar, vor allem im Oberkörper des grünen Hampelmanns.

Für die Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst entwarf Clara Möller-Coburg neben den „Ostereiern“ Straßenkreisel und Pendelspielzeug, (8) für die Korbmöbelfabrik Baudler in Coburg (ein durch die Coburger Eltern vermittelter Firmenkontakt)  Kinder- und Puppenkorbmöbel (9). Neben den in Dresden hergestellten Ostereiern hinterließ Clara Möller-Coburg eine Reihe von Entwürfen von Eierfiguren in verschiedenster menschlicher Gestalt. Ein (nicht veröffentlichtes) Bilderbuch zu alten Kinderreimen illustrierte sie ausschließlich mit Spielzeugfiguren, zum Teil nach historischem Vorbild, zum Teil neu erfunden: Diese Entwürfe zeigen nicht nur ihr Interesse am Spielzeug und ihre Begabung für Farbgestaltung, sondern auch ihre formale Kreativität und Fantasie sowie ihre Auseinandersetzung  mit den Prinzipien des künstlerischen Holzspielzeugdesigns zu Beginn des 20. Jahrhunderts. (10)

Anmerkungen:

(7) Urs Latus 1998, S. 141.

(8) Abbildungen im Ausstellungskatalog „Gegen die Unsichtbarkeit…“ S. 122 und 123. Im Katalog der Dresdner Werkstätten von 1908 irrtümlich als Arbeit F.H.Ehmckes ausgewiesen, lässt sich der Elefant auf Grund der Erinnerungen Ehmckes von 1906 (s. oben), sowie einer von Klára Němečková im Nachlass Ehmcke im Klingspormuseum Offenbach entdeckten Entwurfsskizze Clara Möller-Coburgs für dieses Objekt nun eindeutig ihr zuordnen.

(9) Abb. in: Dekorative Kunst, 11. Jg, Nr 6, März 1908, S.270. Für die Firma Baudler entwarf auch Ehmcke ein umfangreiches Sortiment von Rohrmöbeln im Reformstil der Zeit, vgl. Abb. a.a.O. S. 266-267.

(10) Einige Arbeiten Clara Möller-Coburgs, Textil- und Papierarbeiten, aber auch Spielzeug (Figuren aus den Ostereier-Serien sowie die Pendelfigur "Elefant" wurden 2018/19 in der vom Kunstgewerbemuseum Dresden konzipierten und ebenda präsentierten Ausstellung gezeigt (siehe Anmerkung 1).

Gildezeichen "Osternest" von Clara Möller-Coburg. Siehe: Gildenzeichen. Nach Entwürfen von F.H.Ehmcke und Mitarbeitern ausgeführt und herausgegeben durch die Schriftgießerei Gebr. Klingspor. Offenbach. Main, 1907, S. 76.

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