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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Quellen zur Bildungs- und Kulturgeschichte

Jutta Assel | Georg Jäger
Maximilian Dasio

Geburtstagsschrift 1920


Für nötig fand, - Bis sich in Harmonie verband
Der Männer rauher Kriegsgesang
Mit dem schmelzenden Zwei- u. sonstigen Klang
Der Damenstimmen - und alles gelang. -
Man nennt das, glaub ich, Chorgesang;
Doch will ich nicht zu gründlich fragen,
Vielmehr mit Wilhelm Busch gleich sagen:
"Nach diesem mit Vorsicht gemachten Vermerke
Fahren wir fort im löblichen Werke"
Denn es findet unsere Huldigung
Eine materiellere Fortsetzung;
Hat doch der gute Geist der Klasse
Vermittels einer Damenspendenkasse
Erstanden einer Torte Rund!
(Zur Torte:) Ich hoffe schon du machst uns Ehre -
- Und wenn es auch im Tode wäre!
Damit doch "Du" des Meisters Mund
Das Lob entlockst das uns versagt,
So sehr er sich mit uns geplagt! -
Doch ist dein Innres noch so gut,
Birgt es auch Butter Mehl u. Eier,
Ja einen halben Zuckerhut
Du hast doch nicht das innre Feuer,
Nicht diese still verhaltne Glut,
Wie sie in einem Pfeifchen ruht! -

 

Wilhelm Busch gebraucht die zitierten Verse leitmotivisch im "Maler Klecksel". Darauf verweist auch die Wendung "mit dem löblichen Werke" in der drittletzten Zeile auf Seite 5. Der Text ist von Anspielungen und festen poetischen Wendungen durchzogen. Vgl. z.B. den Reim Geister / Meister und die Wendungen "Chor der Geister", "Herr und Meister" (Goethes "Faust") oder "jung und schön" als Attribute der Frau auf Seite 3.

 

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