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Ernst Christian Trapp

Kurzbiographie von Ernst Christian Trapp

Trapp, Ernst Christian, evang. Theologe, Pädagoge, geb. 8.11.1745 Schloß Friedrichsruh bei Drage (Holstein), gest. 18.4.1818 Wolfenbüttel.

T., Sohn eines Gutsverwalters, bezog 1765 als Student der Theologie die Univ. Göttingen, war 1766-68 Mitglied in Christian Gottlob Heynes philologischem Seminar und wurde 1769 als Nachfolger seines früheren Lehrers und Gönners Martin Ehlers Rektor am Gymnasium in Segeberg. Nach Tätigkeiten in Itzehoe und am Gymnasium in Altona wechselte er an Johann Bernhard Basedows Philanthropinum in Dessau und übernahm 1779 an der Univ. Halle die erste Professur für Philosophie und Pädagogik auf deutschem Boden. Wegen mangelnden Zuspruchs der Studenten und Streitereien in der Leitung des Erziehungsinstituts legte T. 1783 sein Amt nieder und begab sich als Leiter von Joachim Heinrich Campes Erziehungsanstalt nach Hamburg. 1786 wurde er in das braunschweigische Schuldirektorium berufen. Als seine im philanthropischen Sinne geplante Schulreform dort am Widerstand der Kirchen und Landstände scheiterte, zog sich T. nach Wolfenbüttel zurück und betätigte sich an der von ihm gegründeten Privaterziehungsanstalt. T. gilt als einer der bedeutendsten Pädagogen aus dem Kreis der Philanthropen im Zeitalter der Aufklärung. Sein Hauptwerk ist Versuch einer Pädagogik (1780, Neudrucke 1913 und 1977). (Deutsche Biographische Enzyklopädie. CD-ROM-Edition.)

 

Publikationen im Goethezeitportal

     

  • *RETRODIGITALISIERUNG
    Ernst Christian Trapp:
    »Ueber den Unterricht in Sprachen« (1788)

Ernst Christian Trapp (1745-1818), ein führender Vertreter der spätaufklärerischen Pädagogik, des Philanthropismus, übernahm an der Universität Halle 1779 die erste Professur für Philosophie und Pädagogik auf deutschem Boden. Den Sprachunterricht behandelt er im elften Band der „Allgemeinen Revision des gesammten Schul- und Erziehungswesens“ (1788), einem Sammelwerk, in dem die Philanthropen ihre Reformideen entwickelten. Trapp verneint die Frage „Ob das Sprachstudium seinen bisherigen Rang unter den Schulstudien mit Recht habe, und also noch ferner behaupten könne?“, indem er zwischen „Sprach-„ und „Sachgelehrsamkeit“ unterscheidet und einem aufklärenden und nützlichen Sachwissen den Vorzug gibt. Das Goethezeitportal retrodigitalisiert diese programmatische Schrift in Auszügen.

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