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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+
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Glanzpunkte im Goethezeitportal aus dem Jahre 2009


  Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich von Schiller »Don Carlos«. Kostümbilderbogen

(München Dezember 2009)

Im 19 Jahrhundert waren „Papiertheater“ beliebt, für die es gedruckte Ausschneidebogen für Figuren, Kulissen usw. gab. Die Erfolgsstücke der zeitgenössischen Bühne wurden hier von den Kindern nachgespielt. So auch die Dramen von Schiller. Das Goethezeitportal publiziert einen Kostümbogen für Don Carlos, der eine Vorstellung gibt, wie die Figuren des Dramas auf der Bühne – Vorbild ist eine Berliner Aufführung unter dem Intendanten Graf Karl von Brühl – kostümiert waren.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Aus Goethes Sprüchen: Das Tier

(München Dezember 2009)

Als Beilage für das Jubiläumsheft Nr. 50 der Zeitschrift „Die zeitgemäße Schrift“ erschien 1939 eine Broschüre mit Sprüchen Goethes über Tiere. Sie wurde gedruckt in der Berliner „Meisterschule für Graphik und Buchgewerbe.“ Die witzigen Holzschnitte illustrieren pointiert den Inhalt.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Franz Edmund Weirotter: 
Radierungen aus Rom, Tivoli und Umgebung

(München Dezember 2009)

Von Franz Edmund Weirotter (1733-1771), einem Landschaftsradierer von Rang, publiziert das Goethezeitportal ausgewählte Bilder aus Rom, Tivoli und Umgebung. Seine Blätter basieren auf Zeichnungen nach dem Naturvorbild, doch geht es ihm nicht – wie Piranesi in seinen zeitgleichen Romansichten - um genaue Aufnahmen der Altertümer und der Landschaft. „Die ästhetische Bildwirkung seiner Kompositionen erzielt Weirotter, indem er effektvolle Landschaftsstimmungen arrangiert, die durch die Steigerung vegetabiler Kompositionselemente, genrehafte Realistik und schwungvollen zeichnerischen Vortrag gekennzeichnet sind. Mit dieser bis dahin nicht gekannten Landschaftsauffassung und -wiedergabe erreicht er eine sozusagen ‚vorromantische Stimmung.‘“ (Winterberg) Die beigegebenen Texte unterrichten über den Lebenslauf sowie über die künstlerische Eigenart und Bedeutung Weirotters.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Prosit Neujahr! Eine Dokumentation zu Neujahr 2010

(München Dezember 2009)

Das Goethezeitportal hat eine Zeichnung „Sylvester-Abend“ (nach 1835), alte Postkarten und Texte zusammengestellt, um all seinen Freunden und Lesern damit ein glückliches Neues Jahr zu wünschen. Thematischer Schwerpunkt ist diesmal das Zuprosten zu Beginn des neuen Jahres.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
"O du fröhliche Weihnachtszeit". Die Bescherung

(München Dezember 2009)

Wussten Sie, dass die Melodie zum Weihnachtslied „O du fröhliche“ von einem sizilianischen Schifferlied stammt, das Herder aufzeichnete? Dass der Text für ein Weimarer Rettungshaus für verwaiste und verwahrloste Kinder geschrieben wurde? Dass der Weihnachtsbaum im späten 18. Jahrhundert aufkam und erst im Laufe des 19. Jahrhunderts weite Verbreitung fand? Die diesjährige Weihnachtsseite stellt mit Bildern und Texten die Bescherung in den Mittelpunkt. Dokumentiert werden Weihnachtsfeiern der Fürstin Metternich in Wien, im preußischen Herrscherhaus und bürgerlichen Kreisen.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Goethe-Motive auf Sammelbildern: Hector Berlioz: Faust's Verdammung (Liebigbilder)

(München November 2009)

Unter den Liebigbildern, den berühmtesten und am weitesten verbreiteten Sammelbildern, erschien 1911 eine Serie von Illustrationen zur Symphoniekantate „Fausts Verdammung“ von Hector Berlioz (1803-1869). Für Berlioz, „eine künstlerische Vielfachbegabung von äußerstem Anspruch und Raffinement“ (Hans Joachim Kreutzer), wurde Goethes Faust zu einem entscheidenden Bildungserlebnis. Sein Frühwerk, „Huit scènes de Faust“ ließ er Goethe zukommen, aber der wandte sich an Zelter, der ein vernichtendes Urteil abgab. Mit „La damnation de Faust“, 1869 uraufgeführt, schuf Berlioz eine eigenständige romantische Deutung des Faust-Mythos. Das Goethezeitportal publiziert diese Bilder mit Hinweisen und Dokumenten zur Entstehung und Aufnahme des Werkes.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schiller-Notgeld aus Rudolstadt«

(München November 2009)

Von Mai bis August 1788 wohnte Schiller in Volkstedt, in der Nähe von  Rudolstadt, Ende August zog er nach Rudolstadt um. Er verkehrte im Hause Lengefeld – heute „Schillerhaus“ mit Museum - und lernte die Schwestern Charlotte und Caroline kennen und lieben. So kam es im „Rudolstädter Sommer“ 1788 – wie Biographen annehmen - zu einem „romantisch-erotischen Dreiecksverhältnis“ (Eckhard Fuhr). 1790 heiratete er Charlotte. In der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg widmete Rudolstadt den Schiller-Stätten und dem Lied von der Glocke zwei Serien Notgeld, die das Goethezeitportal mit Erläuterungen publiziert.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Alt-Weimar. Ansichten von Georg Melchior Kraus

(München November 2009)

Dem Maler und Kupferstecher Georg Melchior Kraus (1737-1806), der zum Direktor der Weimarer Zeichenschule berufen wurde, verdanken wir die Ansicht der Stadt, wie Goethes Augen sie gesehen. Das Goethezeitportal publiziert eine Postkartenserie und weitere Illustrationen von Schloss, Ilmwiesen und Goethepark, darunter das Denkmal für Leopold von Braunschweig. Beigegebene Texte verdeutlichen, welche Gedanken „der freundlich stille Ort“ erweckte, „für den einst Goethe sang: Zierlich denken, süß Erinnern / Ist das Leben im tiefsten Innern.“

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Susanne Koch: Neues in unserem Jugendprojekt »Goethe, Schiller & Co«: »Wissenswertes zum Sturm und Drang«

(München Oktober 2009)

Als rebellische Jugendbewegung in den 1770er Jahren ist der Sturm und Drang natürlich besonders interessant für Schüler und Jugendliche.

Eine erste Orientierungshilfe sind eine ausführliche TIMELINE und eine LANDKARTE, die anschaulich zeigen, wer wo und welche Werke für den Sturm und Drang relevant sind. Ausführlichere Informationen findet ihr im EINLEITUNGSTEXT. Zusätzlich haben wir euch INTERNETLINKS und LITERATURHINWEISE zusammengestellt. Unter dem Menüpunkt AKTUELLE REZEPTION möchten wir euch auch Verfilmungen und moderne Inszenierungen verschiedener Werke des Sturm und Drang empfehlen. Damit ihr euch auch wirklich ein Bild vom Sturm und Drang machen könnte, stellen wir für euch nach und nach verschiedene BILDER ins Netz.

Und das ist erst der Anfang! Wir haben noch viel vor - also seid gespannt, was die nächsten Monate noch folgen wird.

 



Goethe-Denkmäler und Erinnerungsorte auf Postkarten: Das Wiener Goethe-Denkmal von Edmund von Hellmer

(München Oktober 2009)

Das vom Wiener Goethe-Verein gestiftete, 1900 enthüllte Wiener Goethe-Denkmal von Edmund von Hellmer, einem repräsentativen Bildhauer der k.u.k. Monarchie, steht im Kern der Hauptstadt, dem Schiller-Denkmal gegenüber. Sitzend in bürgerlicher Kleidung, erscheint Goethe „in der Fülle seiner Männlichkeit, auf der Höhe seines Ruhms“; das Denkmal zeigt „ausschließlich den Menschen im Menschen, in sich gegründet“, ohne die üblichen Allegorien und Beifiguren. Das Goethezeitportal stellt eine Reihe von alten Ansichten des Denkmals zusammen, berichtet von der feierlichen Enthüllung im Beisein des Kaisers und gibt die umfängliche kritische Würdigung der „Neuen Freien Presse“ sowie den Artikel aus den „Wiener Bildern“, einem illustrierten Familienblatt (mit dem Festgedicht von Ferdinand von Saar), wieder. So entsteht ein Eindruck von der damaligen gesellschaftlichen Bedeutung eines solchen Denkmals.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Volksleben in Neapel

(München Oktober 2009)

»Vedi Napoli e poi muori« – (Sieh' Neapel und dann stirb!) so ruft ein brauner Lazzarone dich an, der stolz und malerisch in seinen Lumpen auf der Höhe von St. Elmo in der Sonne liegt und mit ausgestreckten Armen auf sein herrliches Königreich deutet, in welchem der Stein nicht sein ist, worauf er den Kopf zur Nachtruhe bettet, oder zur trägen Siesta. Und dein Blick folgt dem weiten Kreise, den seine Hand bezeichnet und sein dunkles Auge überschauet. Welche Herrlichkeit, welche Würde der Welt! Welch' ein südliches Leben in dieser immer wogenden Menschenwelt, die Alles so öffentlich treibt, dass die Straße das Haus der Bewohner geworden zu sein scheint!“

(Damen Conversations Lexikon, Bd. 7, 1836)

 

Dem Volksleben in Neapel, das Besucher nicht weniger anzog als die herrliche Lage am Golf und die Altertümer, widmet das Goethezeitportal mehrere Seiten. Die erste Seite legt das Schwergewicht auf das Leben in den Straßen, oft zwischen großen Mietshäusern, und am Strand, die zweite Seite auf „costumi e tipi“, Kleidungen, Berufe und Typen. Texte von Reisenden und literarische Zeugnisse sind den Bildern beigegeben.

   Folge I: Straßen- und Strandszenen

   Folge II: Berufe
, Verkäufer, Handwerker, Fischer ...



 Jutta Assel und Georg Jäger:
Ferdinand Gregorovius: Idyllen vom Lateinischen Ufer
Historische Landschaften aus der Umgebung Roms:
Antium (Anzio), Nettuno, Torre Astura

(München Oktober 2009)

Die "Idyllen vom Lateinischen Ufer" von Ferdinand Gregorovius bringen Bilder von Antium (Anzio), Nettuno und Astura an der Künste Latiums in der Nähe von Rom im Jahre 1854. Anzio und Nettuno sind kleine, einst blühende Städte, deren Volksleben anschaulich geschildert wird. Überreste und allgegenwärtige Spuren rufen Erinnerungen an die Antike und an die Schicksale berühmter Männer auf. Torre Astura wird verklärt durch das Schicksal Konradins, des letzten Hohenstaufen, der dort gefangen genommen und wenig später hingerichtet wurde. Die Landschaftsschilderung erreicht Höhepunkte in den Beschreibungen des Urwaldes und der Büffelherden in den Pontinischen Sümpfen. Diesen Schilderungen, die in die vielgelesenen „Wanderjahre in Italien“ eingingen, werden vom Goethezeitportal Ansichten und Bilder sowie das Gedicht „Der Turm Astura“ beigegeben, der Gregorovius’ historische Sicht auf das Verhältnis von Deutschland und Italien dokumentiert.

   Zu den Ansichten



 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Der Wolf und die sieben Geißlein«. Eine Postkartenserie von Oskar Herrfurth und zwei Illustrationen von Ludwig Richter

(München September 2009)

Zu dem Volksmärchen "Der Wolf und die sieben Geislein" publiziert das Goethezeitportal die Postkartenserie des populären Malers Oskar Herrfurth (1862-1934) sowie Illustrationen von Ludwig Richter. Zur Lektüre laden ein die Texte des Volksmärchens in den Fassungen der Brüder Grimm und von Ludwig Bechstein.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Münchhausens Abenteuer in Bildern von Oskar Herrfurth

(München September 2009)

Die „Wunderbaren Reisen zu Wasser und zu Lande, Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen, wie er dieselben bei der Flasche im Zirkel seiner Freunde selbst zu erzählen pflegt“, die sprichwörtlich gewordenen „Münchhausiaden“, werden im Goethezeitportal in Illustrationen verschiedener Künstler vorgestellt. Die erste Postkartenserie von Oskar von Herrfurth (1862-1913) wird hier durch eine zweite Folge mit weiteren 6 Lügengeschichten ergänzt. Wiederum gelingen dem Künstler effektvolle und witzige Umsetzungen ins Bild.

  Zur Dokumentation Teil I

  Zur Dokumentation Teil II

 



 Jutta Assel und Georg Jäger:
Hans Christian Andersen: »Der standhafte Zinnsoldat«

(München August 2009)

„Der standhafte Zinnsoldat“ ist ein bekanntes, weil rührendes Märchen von männlicher Standhaftigkeit, unerfüllter Sehnsucht und Treue von Hans Christian Andersen. Ein Kind hat in den 1950er Jahren daraus ein Buch gemacht, den Text auf Seiten mit Schmuckrand eigenhändig geschrieben und mit naiven Illustrationen geschmückt. So entstand ein Unikat, das das Goethezeitportal erstmals publiziert.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Das Märchen vom Schlaraffenland«. Eine Postkartenserie von Oskar Herrfurth

(München August 2009)

Von dem populären Maler und Illustrator Oskar Herrfurth (1862-1934) publiziert das Goethezeitportal eine Postkartenserie zum Märchen vom „Schlaraffenland“. Beigefügt sind Holzstiche von Ludwig Richter. Zur Lektüre laden ein die Texte des Volksmärchens in den Fassungen der Brüder Grimm und von Ludwig Bechstein sowie das reizvolle Kinderlied „Vom Schlaraffenlande“ von Hoffmann von Fallersleben.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Daniel Nikolaus Chodowiecki: »Occupations des Dames«

(München August 2009)

Der Kupferstecher, Zeichner und Maler Chodowiecki veröffentlichte 1781 eine Folge von 12 von ihm selbst ohne Textvorlage entworfenen Bildern, die vorbildliche Beschäftigungen junger Damen höheren Standes zeigen. Die Folge ist somit ein Dokument für die Auffassung vom rechten Leben junger Frauen in der Spätaufklärung.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Daniel Nikolaus Chodowieckis »Totentanz«. Eine Kupferstichfolge

(München August 2009)

„Die Entstehungsgeschichte dieses Totentanzes dokumentiert die Umstrittenheit der Todesthematik im späten 18. Jahrhundert. Chodowiecki versuchte bereits 1780 erfolglos eine entsprechende Bildfolge zu veröffentlichen, stellte dieses Vorhaben nach verschiedenen Absagen für mehr als zehn Jahre zurück, stieß dann aber immer noch auf Widerstand.“ (Ulli Wunderlich) Schließlich gelang die Publikation in einem Kalender auf das Jahr 1791. Das Goethezeitportal publiziert die Kupferstiche mit den kurzen Beschreibungen, die der Künstlers in einem Brief gab, sowie den gedruckten Erklärungen im Kalender.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich von Schiller »Die Glocke«. Postkartenserie im Verlag von L. Stottmeister & Co.

(München Juli 2009)

Die sechs Genreszenen zur Ballade „Die Glocke“ von Schiller, aus dem Verlag von L. Stottmeister in Braunschweig, verweisen durch die Aussparung des Zitat- und Textfeldes auf ihre Entstehung um 1900 (auf der Rückseite durfte nur die Adresse stehen). Wie an den Kostümen ersichtlich, lässt der Künstler die Handlung am Übergang des späten Rokoko zum Empire spielen, mischt aber auch realistisch gegebene Szenen darunter.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Karl Christian Koehler: Ansichten von Rhein und Ahre

(München Juli 2009)

In Fortsetzung des Schwerpunktes "Rheinromantik" publiziert das Goethezeitportal 15 Farblithografien von Karl Christian Koehler mit Ansichten von Rhein und Ahre um 1870. Diese Veduten, Andenken für Bildungstouristen, stehen in der Tradition der Rheinromantik. Die Titelillustration formuliert noch in spätromantischer Manier ein Programm der Rheinromantik, die folgenden Orts- und Landschaftsansichten gehen jedoch über die Spätromantik hinaus, indem sie den zeitgenössischen Arbeitsalltag integrieren. So wird der dokumentarische Wert der Ansichten (Architektur, Landschaft, Flusslauf) ergänzt durch kultur- und alltagsgeschichtliche Zeugnisse auf den Bildern.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Hochland. Illustrationen von Franz Hoch

(München Juli 2009)

„Hochland. Ein Ausflug ins Land der Berge voll Alpenzauber und Höhenluft“, gesammelt von Ernst Weber und mit Bildschmuck von Franz Hoch (1869-1916), erschien 1903 im Verlag des deutschen Spielmanns. Daraus publiziert das Goethezeitportal Illustrationen zu Gedichten Goethes („Schäfers Klagelied“) und Schillers („Berglied“), Uhlands („Die Kapelle“), Lenaus und anderer sowie zu Bechsteins Sage „Die verwünschte Stadt“. Das Programm der Reihe sieht vor, dass jeder Band durch einen Künstler illustriert wird, „dessen Eigenart sich dem betreffenden Gebiet ungezwungen anpasst und zwar in einer Weise, die bestrebt ist, den Stimmungscharakter des Ganzen zu erfassen und wiederzugeben, in dem Bilde gleichsam ein neues Gedicht zu schaffen.“

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Johann Heinrich Ramberg
: Zeichnungen zu Goethes Faust I

(München Juli 2009)

Der von Goethe geschätzte Maler und Zeichner Johann Heinrich Ramberg (1763-1840) war der beliebteste Lieferant von „Almanachküpferchen“ für die Taschenbücher seiner Zeit. Sein Talent gilt als „fruchtbar, beweglich, liebenswürdig“ (Max von Boehn), die Almanachkupfer werden als gefällig, launig und schalkhaft gelobt, manchmal mit vorzüglichen Charakterisierungen und bildnerischen Einfällen (wie dem aus dem Pudel sich entwickelnden Mephisto). Von den 16 Faust-Illustrationen für „Minerva. Taschenbuch für das Jahr 1828“ und 1829 werden hier 9 aus einer bibliophilen, einer Handschrift nachgebildeten, in Pergament gebundenen Ausgabe von Goethes Faust publiziert. Mit einer Kurzbiografie und 2 Bildnissen von Ramberg sowie einer Würdigung der Illustrationen durch den Kulturhistoriker Max von Boehn.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Carl Vogel von Vogelstein. Die Hauptmomente aus Goethe's »Faust«, Dante's»Divina Commedia« und Virgil's »Aeneis«

(München Juni 2009)

Carl Vogel von Vogelstein, Professor an der Dresdner Kunstakademie und Königlich sächsischer Hofmaler, veröffentlichte 1861 „Die Hauptmomente von Goethe's Faust, Dante's Divina Commedia und Virgil's Aeneis“ in bildlichen Darstellungen mit ausführlichen Erläuterungen. Das wenig bekannte Werk, ein Zeugnis des katholischen Deutschland, wird hier in allen Teilen wiedergegeben, einschließlich der mehrteiligen Kompositionen. Im Falle Goethes werden sämtliche Szenen zum Faust in Vergrößerung gezeigt, bei Dante und Vergil exemplarische Detailszenen. Beigegeben sind die vollständigen Erläuterungen (PDF) und Kurzbiographien zu Vogel von Vogelstein und den Stechern.

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Gunter E. Grimm:
Italienlyrik der Goethezeit

(Duisburg-Essen Juni 2009)

Die Datenbank „Italienlyrik der Goethezeit“ versammelt Texte des späten 18. Jahrhunderts und des gesamten 19. Jahrhunderts. Zwar hat es seit dem Mittelalter immer deutsche Italienfahrer gegeben, aber Dichter waren es, die der glühenden und geradezu existentiellen Sehnsucht Stimme und Ausdruck verliehen haben. Vor allen anderen hat Goethe Maßstäbe für die Wahrnehmung Italiens gesetzt. Fast das ganze 19. Jahrhundert gab er das Leitbild ab, dem man nachstrebte oder gegenüber dem man sich abgrenzte; er lieferte auch die Maßstäbe, um das Italienerlebnis angemessen künstlerisch zu verarbeiten. Zumal bei Schriftstellern lag die Orientierung an Goethe nahe, und so stehen viele der lyrischen Texte – in Thematik und Wortwahl, in Ausdrucksweise und poetischer Formung – unter dem weit reichenden Einfluss seiner Italienwahrnehmung und -dichtung. Mit Goethes Gedichten beginnt die eigentliche Tradition deutscher Italienlyrik, und sie endet mit Nietzsches impressionistischen Gedichten, die einer modernen Italiendichtung den Boden bereitet haben. Die Textsammlung schließt gleichwohl mit der Italienlyrik Stefan Georges, denn sein großes Reflexionsgedicht „Goethes lezte Nacht in Italien“ schlägt gewissermaßen den Bogen zurück zum Begründer der deutschen Italienlyrik.

Die Herausgeber haben sich bemüht, die Italienlyrik der einzelnen Dichter möglichst vollständig zu erfassen. Die aufgenommenen Texte folgen originalgetreu den jeweiligen Druckvorlagen. Angeordnet sind sie nach den Geburtsjahren der Dichter. Die chronologische Anordnung ermöglicht dem Leser, sich nicht nur Einblicke in Reichtum und Vielfalt, sondern vor allem in die Entwicklung der Themen und Motive sowie der lyrischen Sprache und Verskunst zu verschaffen.

  Zur Italienlyrik der Goethezeit

 



 Jutta Assel und Georg Jäger:
Ernst Barlach: Goethes Walpurgisnacht

(München Juni 2009)

Goethes Walpurgisnacht erschien 1923 im Verlag von Paul Cassirer in Berlin mit 20 Holzschnitten von Ernst Barlach. Es handelt sich um keine "Bebilderung" des Textes, sondern um eigenständige "bildnerische Übersetzungen" des Künstlers: „Eine berserkerhafte Dynamik erfüllt die Gestalten; immer bezieht Barlachs Kunst ihre Wirkung von der Massivität des Figürlichen, von ihrer folkloristischen Derbheit“ (Hans-Maria Wingler). Das Goethezeitportal publiziert dieses wichtige Werk der Goetherezeption des 20. Jahrhunderts mit Ausschnitten des Textes.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Gabriel von Max
 Zeichnungen zu Goethes Faust I

(München Mai 2009)

Die einer Handschrift nachgebildete bibliophile Faust-Ausgabe im Askanischen Verlag von 1924 enthält eine umfängliche Sammlung von Illustrationen zum Werk. Daraus publiziert das Goethezeitportal 5 wenig bekannte Holzschnitte nach Zeichnungen von Gabriel Max (1840-1915), die 1879 bzw. 1886 erstmals erschienen sind. Darunter eine hinreißende Komposition zum „Hexen-Einmaleins“. Max, der einige Jahre als Professor der Historienmalerei an der Münchner Akademie tätig war, wurde durch seine „mystische Richtung“ bekannt. Die Kritik bescheinigt ihm, dass er „das Sentimentale mit dem Grauenhaften und Nervenerregenden geschickt zu mischen versteht“. Beigefügt sind die Bezugstexte und eine Kurzbiografie von Gabriel Max.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich von Matthisson: »Elysium« und »Der Genfersee«

(München Mai 2009)

Von Friedrich von Matthisson (1761-1831), „dem Landschaftsmaler unter den Dichtern, dem Sänger der Elegien und Mondscheinnächte, der Frühlingsbilder und Elfentänze, einem der Lieblinge unserer Lyrik“, wie das Damen Conversations Lexikon einige Jahre nach seinem Tod formuliert, publiziert das Goethezeitportal die Gedichte „Elysium“ und „Der Genfersee“. Beigefügt sind die Kritiken von Wieland und Schiller, Buchschmuck und Illustrationen sowie eine Kurzbiografie des Dichters.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger: J. R. Schellenberg und J.K. August Musäus: »Freund Heins Erscheinungen in Holbeins Manier«

(München Mai 2009)

Das Werk „Freund Heins Erscheinungen in Holbeins Manier“, erschienen 1785 in Winterthur, vereinigt einen Totentanz des Schweizer Malers und Radierers Johann Rudolf Schellenberg in 25 Kupfern mit Texten des Weimarer Schriftstellers Johann Karl August Musäus. Innovativ sind beide Teile, die Motive der Blätter wie die Vers-Prosa-Mischung der Texte. Das Werk, von dem das Goethezeitportal eine Auswahl bietet, ist eine der wenigen Totentanzdarstellungen der Zeit.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Goethes Juno

(München Mai 2009)

Der kolossale, als Juno gedeutete Frauenkopf genoss im späten 18. Jahrhundert höchste Verehrung. „Winckelmann, Herder, Goethe, Schiller, Wilhelm von Humboldt und andere sahen in ihm den Inbegriff griechischer Idealität.“ In seiner Wohnung am Corso hatte Goethe einen Abguss stehen und zum Vergleich „einige kleinere Junonen“. Er erachtete es als Glück, „sie immerwährend vor Augen zu haben; denn keiner unsrer Zeitgenossen, der zum erstenmal vor sie hintritt, darf behaupten, diesem Anblick gewachsen zu sein.“ Mit einem anderen Abguss richtete er sich später in seinem Wohnhaus am Frauenplan ein Juno-Zimmer ein, das als Empfangs- und Musiksalon diente. Das Goethezeitportal stellt den Junokopf und das Juno-Zimmer im Bild vor und gibt Beschreibungen und Charakteristiken der Juno von Winckelmann bis Johannes Overbeck und Paul Heyse wider.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: San Marino

(München April 2009)

„So unbedeutend in politischer Rücksicht die Republik ist, von der hier die Rede ist, so sehr verdient sie die Aufmerksamkeit des Philosophen,“ liest man 1796. San Marino, ein Fleckchen Land um die Stammburg auf schroffen Felsen, hatte weder Zeugnisse der Antike noch Kunstwerke von Bedeutung zu bieten. Wer den mühsamen Weg hierher fand, der hatte gesellschaftspolitische und moralische Interessen - wollte wissen, wie die älteste noch bestehende Republik regiert wurde, was für Charaktere aus ihr hervorgingen und wie sich das Leben dort gestaltete. Mit zahlreichen Ansichten publiziert das Goethezeitportal darum Äußerungen deutscher (Moritz, Stolberg, Gaudy) und amerikanischer Reisender zur Regierungsweise San Marinos und zu deren Bürgern. Erstaunlich, was ein Besucher aus den USA von einem Marinesen (vor 1820!) zu hören bekam: „He said that we were the happiest people in the world; that be esteemed us highly from the analogy between their political institutions and ours; that he considered us already powerful, and likely to become so much more powerful that he even looked to America for the emancipation of Europe.”

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Jutta Assel und Georg Jäger: »Schiller-Zyklus« von Hans Printz

(München März 2009)

Die sechs Illustrationen zu Schillers Dramen von Hans Printz (1865-1925), einem Wiener Maler, zeichnen sich aus durch ihre textadäquaten Kompositionen. Sie charakterisieren das jeweilige Milieu und gleichen sich ihm stilistisch an.

 

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Jutta Assel und Georg Jäger: Erinnerungsblatt
an die Schillerfeier 1859. Erfunden und radiert von Carl Jaeger

(München März 2009)

In der Restaurationszeit, nach der gescheiterten Revolution von 1848, wurden die Feiern zum 100. Geburtstag Schillers 1859 zu Demonstrationen einer freiheitlichen und nationalen bürgerlichen Gesinnung. Auf dem von Carl Jaeger entworfenen und radierten Erinnerungsblatt des Nürnberger Künstlervereins weist Schiller auffordernd auf das Zitat aus „Wilhelm Tell“: »Seid einig - einig - einig!« Das Blatt enthält eine Aufforderung zur Wiedergewinnung eines die deutschen Einzelstaaten umfassenden Kaiserreichs. Das Goethezeitportal stellt die Komposition vor und skizziert den Charakter der Schillerfeiern von 1859 als "bürgerliches Oppositionsfest" (Noltenius).

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Kurt Kramer: Der Gemäldezyklus »Das Lied von der Glocke« von Ernst Erwin Oehme

(München März 2009)

Der Dresdner Maler Ernst Erwin Oehme (1831-1907) schuf von 1872 bis 1877 acht großformatige Gemälde zu Schillers „Glocke“, die sich heute im Stadtsaal der Stadtverwaltung der Stadt Flöha befinden. Auftraggeber war der Industrielle und kurzzeitige Miteigentümer der Plauer Baumwollspinnerei Clauß, Carl Louis Uhle.

Das Goethezeitportal publiziert die Illustrationen mit ihren Bezugstexten, Hinweisen zur Entstehung und Geschichte des Zyklus sowie Angaben zum Künstler.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
August Musäus: »Chronika der drei Schwestern«

(München März 2009)

Von Johann Karl August Musäus (1735-1784) publiziert das Goethezeitportal „Die Bücher der Chronika der drei Schwestern“ aus den „Volksmärchen der Deutschen“, welche die Märchen- und Sagenstoffe „keineswegs in naiv volksmäßiger Gestalt“ wie die Gebrüder Grimm wiedergeben, sondern „in Wielands Manier mit allerlei satirischen Streif- und Schlaglichtern ausstatten“. Die Version der Brüder Grimm „Die drei Schwestern“ lädt zum Vergleich ein. Beigegeben sind eine farbige Titelillustration und Textillustrationen von Adolf Schrödter sowie Kurzbiografien von Musäus, Schrödter und den reproduzierenden Künstlern.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Volkslied-Motive auf Postkarten«:
Franz von Dingelstedt:
 An der Weser

(München März 2009)

Das Weserlied (“Hier hab' ich so manches liebe Mal / mit meiner Laute gesessen …") von Franz Dingelstedt, vertont durch Gustav Pressel, erlangte volkstümliche Berühmtheit. Die schmerzliche Rückerinnerung an die unerfüllte Jugendliebe, Lautenklang und Talblick, oben die rauschenden Bäume und unten die glitzernde Welle und das brausende Wehr – all dies entspricht literarischen Gemeinplätzen bürgerlicher Empfindung. Die Seite bringt 34 Illustrationen, darunter mehrere Postkartenserien, orientiert über den Dichter und Dramaturgen Franz von Dingelstedt (1814-1881) und stellt weiterführende Weblinks bereit. Die Reihe von Volksliedern wird fortgesetzt.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Die Bremer Stadtmusikanten«. Eine Postkartenserie von Oskar Herrfurth, 
ergänzt um weitere Illustrationen

(München März 2009)

Tiere, alt und lästig geworden, werden aus dem Dienst gejagt oder zur Schlachtung bestimmt. Esel, Hund, Hahn und Katze, die auf solche Weise der Welt Dank erfahren, solidarisieren sich und formieren sich, indem sie ihre Kräfte zusammen legen, erfolgreich zu einer Gang der Alten und Ausgestoßenen. So etwa geht die leicht aktualisierte Geschichte von den Bremer Stadtmusikanten. Das Goethezeitportal publiziert die Fassungen aus den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm und von Ludwig Bechstein, der die Geschichte um einen Bäckergesellen erweitert, der von seinem Meister vor die Tür gesetzt wird, weil er die Kundschaft nicht betrügen will. Zuletzt bilden die Tiere eine Wohn- und Lebensgemeinschaft, eine Altenkommune sozusagen. Illustriert werden die Texte durch Postkarten, darunter eine Serie von Oskar Herrfurth (1862-1934), einem beliebten Illustrator von Märchen, und das Fresko von Max Slevogt aus dem Bremer Ratskeller.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Goethe vor Capri in Seenot

(München März 2009)

Auf der Rückreise von Sizilien nach Neapel gerieten Goethe und sein Begleiter, der Maler und Zeichner Kniep, in Seenot: Bei völliger Windstille wurde das Segelschiff durch die Strömung den Felsen Capris zugetrieben und drohte an ihnen zu zerschellen. Unter den Passagieren, den Tod vor Augen, breitet sich Chaos aus. Goethe, „dem von Jugend auf Anarchie verdrießlicher gewesen als der Tod selbst, war es unmöglich, länger zu schweigen. Ich trat vor sie hin und redete ihnen zu, mit ungefähr ebensoviel Gemütsruhe als den Vögeln von Malcesine.“ Das Goethezeitportal publiziert den Passus, in dem Goethe den Vorfall schildert, aber auch die malerischen Bilder von Meer und Küste rühmt. Beigegeben sind Ansichten Capris und Neapels vom Meer aus und das Historienbild »Goethe bei Capri, einen Schiffsaufstand beschwichtigend« von Hermann Junker.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Goethe am Gardasee

(München März 2009)

„Und wirklich, der Gardasee ist das Kompendium Italiens für den Teutschen, aus dem er die Anfangsgründe italischer Schönheit in einem Sommermorgen erlernt.“ Diese Worte Heinrich Laubes gelten auch für Goethe, der in Torbole erstmals das Gefühl hatte, „mich nun wirklich in einem neuen Lande, in einer ganz fremden Umgebung“ zu befinden. Ein „gefährliches Abenteuer“ brachte Malcesine, als Goethe beim Zeichnen des Kastells als Spion verdächtigt wurde. Das Goethezeitportal illustriert den Text Goethes mit zahlreichen alten Ansichten, bringt die inkriminierte Zeichnung sowie das Historienbild »Goethe am Gardasee als Spion verdächtigt« von Hermann Junker. Zitate aus den Reisenovellen Laubes, der den Gardasee mit den Gedanken an Goethe und mit seinen Augen erlebte, belegen: „Wenn ein Teutscher nach Italien reist, so denkt er an Goethe.“

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»König Watzmann: Eine Sage über die Entstehung der Berggesichter«

(München März 2009)

„König Watzmann und seine Kinder“ sind die wohl bekanntesten Berggesichter der Alpen. Mit Ansichten vom Berg und seinen Gesichtern publiziert das Goethezeitportal von den zahlreichen Varianten der Lokalsage die literarisch ausgearbeitete Fassung im „Deutschen Sagenbuch" (1853) von Ludwig Bechstein. Eingegangen wird auch auf die Verarbeitung des Stoffes in Ludwig Ganghofers „Martinsklause“ (1894), in der die Handlung in das hohe Mittelalter verlegt und mit der Christianisierung und Kultivierung des Landes in Verbindung gebracht wird.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Eduard Mörike: »Der alte Turmhahn«

Mit Illustrationen von Ludwig Richter

(München März 2009)

In der Idylle „Vom alten Turmhahn“ bezieht sich Eduard Mörike auf sein Pfarrleben in dem Dorf Kleversulzbach (1834-1843). Der Text, der zu den Hauptwerken des Dichters zählt, ist von Ludwig Richter illustriert worden. Das Goethezeitportal veröffentlicht den Text mit den Illustrationen, zwei Zeichnungen Mörikes aus Kleversulzbach sowie biografische Notizen und Porträts von Dichter und Illustrator.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Burg Weibertreu bei Weinsberg«

(München März 2009)

Die Burg „Weibertreu“ (bei Weinsberg) verdankt ihren Namen einer „Weiberlist“. Die Frauen in der belagerten Feste nutzten ein Kaiserwort, das ihnen freien Abzug mit allem, was sie tragen können, versprach, und nahmen als ihr kostbarstes Gut ihre Männer Huckepack. Die Sage hat Bürger und Chamisso zu Balladen angeregt. Der schwäbische Dichter Justinus Kerner, der am Fuße der Weibertreu sein Heim hatte, sorgte sich um die Erhaltung der Ruine und regte zu diesem Zweck die Bildung eines Frauenvereins an, dem die Burg vom König von Württemberg geschenkt wurde. So wurde Weibertreu zu einem „romantischen Wallfahrtsort“.

Das Goethezeitportal publiziert eine Auswahl von Ansichten, Historienbildern und Texten.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Burg Hohenbaden bei Baden-Baden in Sage und Dichtung«

(München März 2009)

Die 1689 zerstörte Burg Hohenbaden beim Kurort Baden-Baden, heute eine großartige Ruine mit prachtvoller Aussicht, war mehrfach Gegenstand von Sagen und Dichtungen. Das Goethezeitportal publiziert eine Sage mit dem romantischen Motiv vom Marmorbild und Gedichte von Max von Schenkendorf (1783-1817), der als ‚Sänger’ der Befreiungskriege gegen Napoleon bekannt wurde. In diesen Gedichten verbindet sich auf exemplarische Weise die Ruinenromantik mit dem Willen zur Wiederbelebung der altdeutschen Welt und dem religiös überhöhten Aufruf zur nationalen Erneuerung.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Wilhelm von Kaulbach: 
Zwölf Bilder zu Schillers Dramen u.a.
Mit zwei Bildbeschreibungen und Figurencharakteristiken von Ernst Förster aus Kaulbachs »Schiller-Gallerie«

(München März 2009)

Der Verlag von K. Ad. Emil Müller in Stuttgart gab eine Serie von 12 Postkarten mit Werken des Münchner Malers Wilhelm von Kaulbach (1804-1874) heraus. In ihr finden sich 6 Illustrationen zu Werken Schillers und zwei Karten mit Goethe-Motiven. Das Goethezeitportal publiziert die gesamte Folge und fügt hinzu: Zwei Bildbeschreibungen und Figurencharakteristiken von Ernst Förster aus Kaulbachs "Schiller-Gallerie" sowie Kurzbiografien von Kaulbach und Förster.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Bertel Thorvaldsen: »Die vier Jahreszeiten«

Die vier Rundreliefs mit Darstellungen der Jahreszeiten und Lebensalter hat der dänische Klassizist Thorvaldsen 1836 gestaltet. Exzellente alte Fotos lassen die Reliefs plastisch hervortreten. Ergänzend bringt die Seite Notizen zum Motiv der Jahreszeiten sowie zur Biografie und Charakteristik des Künstlers.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Altdorf (Uri)
Tell-Denkmal und Tell-Aufführungen«

(München Februar 2009)

Tells Apfelschuss soll auf dem Marktplatz von Altdorf, Hauptort des
Kantons Uri in der Schweiz, stattgefunden haben. Der Ort pflegt diese
Erinnerung durch ein monumentales Denkmal des Bildhauers Richard
Kissling, das 1895 eingeweiht wurde, und durch Tell-Aufführungen in
einem eigens dafür errichteten Theater.

Das Goethezeitportal publiziert das Denkmal in unterschiedlichen Aufnahmen sowie Bilder der Tell-Aufführungen.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Der Schiller-Festzug in Frankfurt am Main 1859«

(München Februar 2009)

Die Feiern zum 100jährigen Geburtstag Schillers, einem nationalen Aufbruch nach Jahren der Reaktion, gestalteten sich in Frankfurt am Main besonders aufwendig. Im Mittelpunkt stand ein Festzug von über 6.000 Personen, 350 Pferden und 30 Festwagen, der von den Körperschaften der Stadt ausgerichtet wurde. Die Beschreibung des Festzuges und die Bilder der Festwagen, die das Gedenkbuch enthält, werden im Goethezeitportal neu publiziert.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Der Vesuv: Ansichten und Texte

(München Februar 2009)

Ausgehend von den Vesuvbesteigungen Goethes auf seiner Italienreise 1787 vereinigt die Seite alte Ansichten mit Erlebnisbeschreibungen (u.a. von Kotzebue 1804; Fanny Mendelssohn 1840) und Beobachtungen des Vulkans bis zur vollen Ausbildung des Tourismus um 1900. Die Ansichten zeigen verschiedene Vesuvausbrüche, Flammen, Lavaströme, Aschenregen sowie den Krater und die Veränderungen des Berges und seiner Umgebung, einschließlich der Erschließung durch Bahnen und Straßen. Die chronologisch geordneten Texte erstrecken sich von Goethes Reiseführer aus den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts bis um 1900.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Engelsburg und Engelsbrücke in Rom: Ansichten und Texte

(München Februar 2009)

Die Engelsburg in Rom, entstanden als Mausoleum Kaiser Hadrians, und die Engelsbrücke, als eine der schönsten Brücken Italiens gepriesen, werden umfassend vorgestellt: in Reisebeschreibungen von Goethes Vater an, in Reiseführern des 18. und 19. Jahrhunderts sowie in Veduten und alten Postkarten sowie architektonischen Rekonstruktionen. Anhand dieser Ansichten lässt sich der Wandel in der Erscheinung der Denkmäler und ihrer Umgebung (Tiberregulierung u.a.) nachverfolgen. Deutlich werden die über lange Zeiträume beliebtesten Motive für die bildliche Darstellung, welche die Erwartungen der Reisenden prägen und in der Rückschau als Erinnerungsbilder dienen. 

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Johann Karl August Musäus und Ludwig Bechstein »Sagen von Rübezahl«

(München Februar 2009)

In seinen »Volksmärchen der Deutschen« (1782-86) erzählt J. K. A. Musäus fünf Sagen von Rübezahl, dem schlesischen Berggeist. Eine davon illustrierte Ludwig Richter in einer großformatigen Radierung, die der Sächsische Kunstverein für seine Mitglieder als Jahresgabe 1848 auswählte. Das Goethezeitportal publiziert die Sage zum Vergleich auch in der Fassung von Ludwig Bechstein und fügt die bekannteste Darstellung Rübezahls, durch Moritz von Schwind um 1845, bei. Biografische Notizen mit zwei Bildnissen von Musäus ergänzen die Seite.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Notgeld: Sagen-Motive »Doctor Faustus« und »Ritter Staupitz«

(München Februar 2009)

Eine Quelle auch für die Popularkultur bildet das Notgeld, wie es im und nach dem Ersten Weltkrieg ausgegeben wurde. Vielfach wurden die Scheine mit literarischen und kulturellen Motiven aus der Region bebildert. Das Goethezeitportal publiziert zunächst zwei Serien von 1921, nämlich das „Ritter-Staupitz-Geld“ der Stadt Döbeln (Sachsen) und die „Historia von Doctor Johann Fausten“ auf dem Notgeld der Stadt Roda in Altenburg. Die Sage von Ritter Staupitz variiert das Motiv der Weibertreue; die Sage vom Teufelsbündnis und dem schrecklichen Ende Fausts geht auf das Volksbuch von 1587 zurück.

   Doctor Faustus

   Ritter Staupitz



 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Hänsel und Gretel & Der Fundevogel«.
Märchen der Brüder Grimm mit Bildern von Franz von Pocci und Leopold Völlinger

(München Januar 2009)

Graf von Pocci (1807-1876), Münchner Dichter, Zeichner und Musiker, wurde am bekanntesten durch seine illustrierten Kinder- und Volksbücher. Von ihm veröffentlicht das Goethezeitportal die Illustrationen zu „Hänsel und Gretel“, mit dem Text der Brüder Grimm.

In ähnlicher Art hat der Maler und Reproduktionskünstler Leopold Völlinger (1818-1844) das weit weniger bekannte Märchen „Der Fundevogel“ der Brüder Grimm illustriert. Auch hier geben wir Text und Illustrationen wieder.

   Hänsel und Gretel

   Der Fundevogel



 Jutta Assel und Georg Jäger: Die Insel Capri

(München Januar 2009)

Nach der Blauen Grotte stellt das Goethezeitportal die Insel Capri in einer dreiteiligen Seite vor. Teil I enthält die Beschreibung der Insel von Franz Freiherr Gaudy, Teil II die klassische Monographie von Ferdinand Gregorovius. Teil III bringt weitere Texte (Schinkel, Andersen, Haeckel, Kaemmel), Gedichte von Platen und Waiblinger, Bilder und Erläuterungen zum Hotel Pagano, dem Treffpunkt der deutschen Künstler, Scheffels Kater Hiddigeigei und der touristischen Vermarktung der Insel (Francesco Spadare als Fischer, „Bella Carmelina“ als Tarantella-Tänzerin) sowie Literaturhinweise und Weblinks. Eine Fülle von alten Postkarten zeigt Capri in unterschiedlichen Ansichten und vielen Details.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: Die Blaue Grotte

(München Januar 2009)

Die Wiederentdeckung der Blauen Grotte durch den deutschen Maler und Schriftsteller August Kopisch, den Heidelberger Maler Ernst Fries und ihren Wirt Giuseppe Pagano 1826 leitet den Tourismus auf Capri ein. Die Herberge Paganos wurde zum beliebten Treffpunkt der deutschen Künstler und Literaten. Das Goethezeitportal publiziert den Bericht von Kopisch sowie die Beschreibung der Grotte durch den Novellisten Franz Freiherrn von Gaudy gemeinsam mit zahlreichen Ansichten der Touristenattraktion auf alten Postkarten.

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Das Fach- und Kulturportal der Goethezeit