goethe

Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

 Jutta Assel | Georg Jäger

Goethe-Motive auf Postkarten

Stielers Goethe-Bildnis
und seine Adaptionen

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August 2004 - Letztes Update: Februar 2016


Vgl. Nr. 23.

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Weitere Seiten zu Goethe-Bildern auf Postkarten

* Zeitgenössische Goethe-Porträts und ihre Adaptionen
* Tischbeins "Goethe in der Campagna"
* Goethe-Silhouetten
* Goethe-Plastiken

Zu Bildpostkarten siehe: Zeitgenössische Goethe-Porträts und ihre Adaptionen,
Kap. 1, mit weiterführender Literatur.

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Gliederung

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    1. Zur Einführung Biographische Daten

    Joseph Karl Stieler, geboren 1781 in Mainz, anfänglich Bildnis-Miniaturmaler; lernte 1798-1800 in Würzburg bei Chr. Fesel, studierte danach in Wien bei Fr. H. Füger Malerei. 1807/08 in Paris bei F. Gérard; 1809 in Frankfurt, von dort nach Italien (bis 1812), dann München (bis 1816). Nach mehrjährigem Aufenthalt in Wien 1820 endgültige Übersiedlung nach München, wo er – wie vorher von König Max I. Joseph – als Hofmaler von Ludwig I. sowie von anderen Hoheiten zahlreiche Porträtaufträge erhielt. Gestorben 1858 in München.

    Stielers Bildniskunst

    Stielers klassizistische idealisierende Bildniskunst (strenge Kontur; kalte, kräftige Farben), ihre damals viel bewunderte "gefrorene Anmut" (P. F. Schmidt) wurde besonders bekannt durch die im Auftrag König Ludwigs I. gemalte Schönheiten-Galerie für den Festsaalbau der Münchner Residenz bzw. durch deren bis heute wohl hunderttausende Repliken. Doch auch sein Goethe-Porträt von 1828 wurde häufig kopiert und ist in den diversesten Materialien und Adaptionen bis heute verbreitet.

    Das Bildnis Goethes und seine Verbreitung

    Bildnis Johann Wolfgang von Goethe
    (München, Neue Pinakothek), 1828, Öl auf Leinwand, 78,2 x 63,8 cm.

    " Das Bildnis, welches seither die Vorstellung von Goethes Aussehen weitgehend bestimmt hat, entstand auf Veranlassung König Ludwigs I. von Bayern. Über seine Entstehungsgeschichte geben die Tagebücher Goethes Aufschluß, wonach Stieler am 25. Mai 1828 mit einem Empfehlungsschreiben des Königs bei Goethe in Weimar vorsprechen konnte. Am 6. Juli desselben Jahres machte Stieler mit seiner Frau Goethe den Abschiedsbesuch (Goethes Werke [Sophien-Ausgabe] III. Abt., 11. Bd.: Goethes Tagebücher 1827 bis 1828, Weimar 1900, S. 223-241). Ein gefaltetes Papier in Goethes Hand läßt den Schluß eines von Ludwig I. verfaßten Gedichts ["An die Künstler"] erkennen:

    Ja! Wie sich der Blume Flor erneuet,
    Durch den Saamen den sie aus gestreuet,
    Zieht ein Kunstwerk auch das andre nach,
    Aus dem Leben keimet frisches Leben,
    Das zum Werk gewordene Gefühl
    Wird ein Neues künftig herrlich geben,
    Selber nach Jahrtausenden im Gewühl.
                                     —
    Im Herbste 1818                  Ludwig

    (Neue Pinakothek. Erläuterungen zu den ausgestellten Werken. München 1981, S. 327.)

    "Ludwig I. war der Autor einer Vielzahl von schwärmerischer Begeisterung getragener Gedichte, die zumeist antikem Versmaß folgten. [...] Mit dem Gedicht Ludwigs in Händen erweist Goethe – dessen Urteil in Kunstdingen besonderes Gewicht besaß – dem bayerischen König und dessen dichterischen Hervorbringungen seine Reverenz." (München, Neue Pinakothek, Online-Rundgang)

    "Drei Vorstudien Stielers zu dem Bild sind bekannt: eine Entwurfszeichnung in Kreide [und Aquarell] in der Staatlichen Graphischen Sammlung München, ein Blatt mit Detailstudien zur Hand und zum Sessel in Kreide ist im Zweiten Weltkrieg verbrannt (ehem. Bayerische Staatsgemäldesammlungen), eine Entwurfsstudie in Öl / Papier im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Eine eigenhändige Kohlezeichnung nach dem Originalgemälde in unbekanntem Privatbesitz ist mit Stielers Widmung an Ottilie von Goethe versehen. Seit Vollendung des Bildes entstanden unzählige Nachstiche [und Gemälde-Kopien]." (Neue Pinakothek. Erläuterungen zu den ausgestellten Werken. München 1981, S. 327.) Die Entwurfszeichnung in Kreide und Aquarell ist Vorlage für zahlreiche Postkarten. 

    Im Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin gibt es eine Kopie (1838), möglicherweise von Johann Joseph Schmeller (1796-1841) nach der Weimarer Kopie von Friedrich Dürck (1809-1884). König Ludwig I. "schickte 1829 eine Kopie des Porträts nach Weimar, von der dann Goethes Enkel Walther eine Kopie für Felix Mendelssohn Bartholdy herstellen ließ – nun aber mit einem charakteristischen Unterschied: auf dem Zettel, den Goethe in der Hand hält, sind Verse wiedergegeben, die der Dichter dem jungen Komponisten 1822 für dessen Stammbuch geschickt hatte." (Homepage der Staatsbibliothek zu Berlin)

    "Stieler hat den Dichter und Gelehrten Goethe als Halbfigur an seinem Schreibtisch sitzend dargestellt. Der Oberkörper ist frontal dem Betrachter zugekehrt, während der Kopf nach rechts gewandt und der Blick seitlich aus dem Bild heraus gerichtet ist. Die statische Gefasstheit der Gesamtkomposition und die genaue Wiedergabe von Gesichtszügen und Kleidung werden somit gelockert und erhalten ein lebensnahes Element." (München, Neue Pinakothek, Online-Rundgang)

    Ein Druck des Bildnisses war fester Bestandteil des bildungsbürgerlichen Wohnzimmers. So noch bei Arno Schmidt. Bevor aus dem ergebenen Goethe-Verehrer ein vehementer Kritiker Goethes und des Goethe-Kults nach 1945 wurde, hatte er – in der Greiffenberger Zeit – das Stielersche Portrait im Wohnzimmer hängen. (Vgl. Hans-Edwin Friedrich: "Ich war unehrerbietig genug." Arno Schmidts Auseinandersetzung mit dem Goethe-Kult der Nachkriegszeit.)

    Ob nach dem Gemälde oder nach (vorbereitenden) Zeichnungen, ob als Öl-Kopie (z.B. von F. Dürck) oder als druckgraphische, fotografische, fotomechanische Repliken, ob als schwarzweißer oder farbiger Wandschmuck oder als Abbildung in Büchern – die weiteste Verbreitung fand Stielers Goethe-Porträt bestimmt durch die Postkarten.

    Bezahlbar für alle Schichten, gibt es Stielers Goethebildnis auf Postkarten in den unterschiedlichsten Techniken, Ausführungen und Ausschmückungen: mit informativem Text, mit belehrenden, erbauenden, ideologisch eingesetzten Zitaten des "Dichterfürsten" nach der Devise >Die Kunst dem Volke in Bild und Wort<. Nur wenige dieser Postkarten sind postalisch gelaufen, denn sie wurden gesammelt als Bildungsschatz für jedermann.

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    2.1 Stielers Goethe-Bildnis und seine Adaptionen

    Zur Beachtung:
    Um sie zu vergrößern, doppelklicken Sie auf die Abbildungen.

     

    1. Radierung

    Wolfgang von Goethe. Carl Jander Berlin (sculp.). Verso: Original-Radierung Handpressen-Kupferdruck. Nicht gelaufen.

     

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    2. J. K. Stieler, 1828

    JOSEPH KARL STIELER, geb. 1. November 1781 in Mainz, gest. 9. April 1858 zu München. In seiner Jugend Miniaturmaler, studierte er später bei Fasel [recte: Fesel] in Würzburg und Füger in Wien. Nachdem er in Paris, Frankfurt, Mailand und Rom tätig gewesen war, wurde er 1812 von König Ludwig nach München berufen. Hier malte er unter anderem auch die berühmte Schönheiten-Galerie.

    Stengel & Co., G.m.b.H., Dresden 29983 Made in Germany. Signet. [Chromolithographie]. Nicht gelaufen.

     

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    3. J. K. Stieler

    Verso: München - Wolfg. v. Goethe - Stieler. Text:

    JOSEPH KARL STIELER, geb. 1. November 1781 in Mainz, gest. 9. April 1858 zu München. In seiner Jugend Miniaturmaler, studierte er später bei Fasel [recte: Fesel] in Würzburg und Füger in Wien. Später war er tätig in Paris, Frankfurt, Mailand und Rom. Wurde 1812 von König Ludwig von Bayern an dessen Hof berufen, wo er neben vielen anderen Portraits die dortige Schönheiten-Galerie schuf.

    Stengel & Co., G.m.b.H., Dresden 29983 Made in Germany. Signet. Nicht gelaufen. – Vgl. vorige Nummer mit Textvariante.

     

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    4. Goethes 150. Geburtstag, 1899

    Göthe im 79. Lebensjahre von Stieler gemalt. Zur Erinnerung an Göthes 150jähr. Geburtstag, 28. Aug. 1899. Verlag v. Edm. von König, Heidelberg. Nr. 1489. Mit Bleistift: 28.VIII.1899. Verso: Post-Karte. Poststempel: 1899.

     

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    5. Deutscher Knaben-Kalender, 1909

    Johann Wolfgang von Goethe. (1749-1832.) Nach einem in der Neuen Pinakothek zu München befindlichen Gemälde von J. Stieler. [Fototypie im Schmuckrahmen.] Photographieverlag von Franz Hanfstaengl, München. Deutscher Knabenkalender 1909. Der Gute Kamerad. Signet. Handschriftlich: Viele Grüße und Küsse von deinem Erni. Datiert 1909. Verso: Postkarte.

     

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    6. Alte Meister-Karte

    Stieler: Goethe. Königl. Pinakothek München. Verso: Alte Meister-Karte No. 47. Poststempel und Datum: 1917.

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    7. J. K. Stieler

    Goethe. Verso: Verlag E. Schulte, Weimar. Nicht gelaufen.

     

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    8. Kopie von F. Dürck

    Goethe nach dem Gemälde von Stieler [Kopie von Friedrich Dürck, 1809-1884.]. Verso: Postkarte. Stempel: Goethe-Haus Weimar. Nicht gelaufen.

    Feiger Gedanken bängliches Schwanken,
    Weibisches Zagen, ängstliches Klagen
    Wendet kein Elend, macht Dich nicht frei.

    Verso: 4587/302. Echte Photographie. Poststempel: 1932. – Gedicht "Beherzigung", 1. Strophe.

     

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    10. Über allen anderen Tugenden ...

    [Text:]

    Über allen anderen Tugenden steht eins:
    Das beständige Streben nach oben,
    Das Ringen mit sich selbst,
    Das unersättliche Verlangen nach größerer
    Reinheit, Weisheit, Güte und Liebe.

                  Goethe.

    Verso: Verlag E. Schulte, Weimar. Nicht gelaufen.

     

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    11. Allen Gewalten zum Trutz ...

    [Text:]

    Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten,
    Nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen,
    Rufet die Arme der Götter herbei.

                  Goethe.
        geb. 28. August 1749
        gest. 22. März 1832

    Verso: Verlag Elise Schulte Nachf., Weimar. Nicht gelaufen. – Text: "Beherzigung", 2. Strophe.

     

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    12. Es ist kein schön'rer Anblick ...

    [Texte:]

    Es ist kein schön'rer Anblick in der Welt,
    Als einen Fürsten seh'n, der klug regiert,
    Das Reich zu seh'n, wo jeder stolz gehorcht,
    Wo jeder sich nur selbst zu dienen glaubt,
    Weil ihm das Rechte nur befohlen wird.

              Goethe.

     Eines schickt sich nicht für Alle!
    Sehe jeder, wie er's treibe,
    Sehe jeder, wo er bleibe,
    Und wer steht, dass er nicht falle!

              Goethe.

    Goethe. Jos. Karl Stieler, 1781-1858. Verso: Verlag Walter Karlowa, Dresden 19. Nr. V.29983. Nicht gelaufen. – Texte: Torquato Tasso, Erster Aufzug, Vierter Auftritt; Beherzigung, 1. Strophe.

     

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    13. Es ist kein schön'rer Anblick ...

    [Texte:]

    Es ist kein schön'rer Anblick in der Welt,
    Als einen Fürsten seh'n, der klug regiert,
    Das Reich zu seh'n, wo jeder stolz gehorcht,
    Wo jeder sich nur selbst zu dienen glaubt,
    Weil ihm das Rechte nur befohlen wird.

              Goethe.

    Eines schickt sich nicht für Alle!
    Sehe jeder, wie er's treibe,
    Sehe jeder, wo er bleibe,
    Und wer steht, dass er nicht falle!

              Goethe.

    Goethe. Jos. Karl Stieler, 1781-1858. Verso: Verlag Walter Karlowa, Dresden 19. Nr. V.29983. Nicht gelaufen. – Texte: Torquato Tasso, Erster Aufzug, Vierter Auftritt; Beherzigung, 1. Strophe.

     

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    14. Freudvoll und leidvoll ...

    [Text:]

    Freudvoll
    Und leidvoll
    Gedankenvoll sein;
    Hangen
    Und Bangen
    In schwebender Pein;
    Himmelhoch jauchzend,
    Zum Tode betrübt;
    Glücklich allein
    Ist die Seele, die liebt!

            Goethe.

    Goethe nach Jos. Karl Stieler. [Im ovalen Schmuckrahmen.] Text: Klärchens Lied, Egmont, III. Akt. Verso: Verlag Walter Karlowa, Dresden 19. Nr. 1319/18. Handschriftlich die ersten vier Strophen von Emanuel Geibels Gedicht "Wolle Keiner mich fragen", mit Abweichung in der letzten Zeile (Geibel: "Versagst es mir.").

     

    Wolle keiner mich fragenWarum mein Herz so schlägt:Ich kanns nicht fassen, nicht sagen,Was mich bewegt.

     

    Als wie im Traume schwanken,
    Trunken die Sinne mir;
    Alle meine Gedanken
    Sind nur bei dir.

    Ich habe die Welt vergessen,
    Seit ich dein Auge gesehn;
    Ich möchte dich an mich pressen
    Und still im Kuß vergehn.

    Mein Leben möcht ich lassen
    Um ein Lächeln von dir;
    Und du – ich kanns nicht fassen,
    bist fern von mir.

    Nicht gelaufen.

     

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    15. Stieler, Ausschnitt

    Goethe im 67. [!] Lebensjahre. Nach dem Gemälde von Stieler. Beschriftet. Verso: Postkarte. Poststempel: 1905.

     

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    16. Rumpf nach Stieler

    Göthe. Signatur: F[ritz] Rumpf [1856-1927]. Signet: GG Co [Georg Gerlach & Co. AG Berlin] Nr. 1104. Verso: Postkarte. Beschriftet.

     

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    17. Tuck's Postkarte

    Johann Wolfgang von Goethe. Am 28. August 1749 in Frankfurt a. Main geboren. Er studierte Jura in Leipzig und Straßburg. Von Herzog Karl August an den Hof zu Weimar berufen, wurde er Minister und Freund des Herzogs, an dessen Hof er Gelegenheit fand, seine reichen, vielseitigen Fähigkeiten zu entwickeln und zu betätigen. Er starb am 22. März 1832 als größter Dichter des deutschen Volkes.

    Tuck's Postkarte. Raphael Tuck & Sons "OILETTE" Serie "Schriftsteller" No. 445. Hoflieferant S. Maj. des Königs und Ihrer Maj. der Königin von England. Signet. Nicht gelaufen.

    "Raphael Tuck was born in East Prussia in 1821 and arrived in England with his wife and seven children in 1865. He opened a furniture and picture framing shop in 1886, but the picture side began to expand in 1870 when three of his sons joined the business which developed into importing and publishing. [...] Raphael Tuck and Sons Ltd. were recognised as leaders in the field of quality publishing, with their fine range of embossed scraps, greeting cards, calendars and books. In 1881 Adolph Tuck succeeded his father Raphael as managing director of the company. The firms lead in fine art publishing was duly rewarded in 1893 with the Royal Warrant by Appointment to Her Majesty Queen Victoria, a distinction they continued to win until Queen Elizabeth II ascended the throne." (henry wimbush)

    Die Serie "Oilette" wurde 1903 eingeführt. "Described as >veritable miniature oil paintings<, the >aristocrats of picture postcards<, they set such a fine standard of colour printing and faithful reproduction that many of the best sets were reprinted countless times and could still be purchased more than 25 years later." Anthony Byatt: Picture postcards and their publishers. An illustrated account indentifying Britain's major postcard publishers 1894 to 1939 and the great variety of cards they issued. Malvern, Worcs.: Golden Age Postcard Books 1978, S. 293. Über Raphael Tuck & Sons Ltd vgl. S. 287-301.

     

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    18. Den Elenden und Siechen

    Goethe, Schriftzug faksimiliert. Signiert ? v.K.. Signet: DEN ELENDEN UND SIECHEN DEUS mit Bild. Verso: Der ganze Verdienst den Elenden und Siechen. DEUS KARTE | Serie 1. DEUS Handels- und Wohlfahrts-Gesellschaft m.b.H. Berlin W 30. Postkarte. Gelaufen, Stempel unleserlich.

     

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    19. Stieler, Ausschnitt

    Joh. Wolfgang von Goethe. Verl. Herm. Leiser, Berlin-Wilm. Nr. 6363. Nicht gelaufen.

     

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    20. Kupferstich, handkoloriert

    Goethe. Bezeichnet: C.St.103. Verso: Stempel: Drucksache. [Medaillon-Ausschnitt; Kupferstich, handkoloriert]. Nicht gelaufen.

     

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    Maxims of Great Men. Valentine's Series. Souvenir Post Card

    21. Maxims of Great Men

    I only look straight before me at each day as it comes and do what is nearest me withour looking further afield.          Goethe

    Maxims of Great Men. Beschriftet. Verso: Valentine's Series. Printed in Great Britain. Souvenir Post Card. Poststempel unleserlich. – Zu Valentine & Sons Ltd. vgl. Anthony Byatt: Picture postcards and their publishers. An illustrated account indentifying Britain's major postcard publishers 1894 to 1939 and the great variety of cards they issued. Malvern, Worcs.: Golden Age Postcard Books 1978, S. 301 ff.

     

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    22. Goethe-Jahr 1932

    Wolfgang von Goethe. Goethe-Jahr 1932. Verso: Weimar, Goethe-Jahr 1932. Hans Kroeger am Markt in Weimar. Modisches Kaufhaus. Messestempel, Poststempel 1939.

     

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    23. Zeichnung nach Stieler

    WOLFGANG VON GOETHE; geb. 28. August 1749 zu Frankfurt a.M., gest. 22. März 1832 in Weimar. Studierte die Rechte in Leipzig (1765-68) und Strassburg (1770), trat in den Staatsdienst zu Weimar, wurde 1779 Geheimrat, 1782 Kammerpräsident und geadelt. Von grosser Einwirkung auf seinen Kunststil war sein Aufenthalt in Italien 1786-87. Nach dem Tode des Grossherzogs (1828) zog er sich von den Staatsgeschäften zurück. Goethe, Deutschlands grösster Dichter, und einer der universellsten Geister überhaupt, war am stärksten auf lyrischem Gebiet.

     Stengel & Co., G.m.b.H., Dresden. Nr. 49074. Signet. Nicht gelaufen.

     

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    24. Zeichnung nach Stieler, mit Schmuckrahmen

    [Text:]

    Wird es nicht alle Tage schlimmer?
    Gehorchen soll man mehr als immer
    Und zahlen mehr als je vorher.

    O glücklich, wer noch hoffen kann
    Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!
    Was man nicht weiß, das eben brauchte man,
    Und was man weiß, kann man nicht brauchen.

                  Goethe.

    Verso: Text zu Goethe wie Nr. 23. Stengel & Co. G.m.b.H., Dresden 66803. Signet. Stempel: Leo Stainer, Innsbruck. Nicht gelaufen. – Beide Texte stammen aus Faust, Erster Teil, Vor dem Tor. Die ersten Zeilen spricht der Bürger, die zweiten Faust.

     

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    25. Zeichnung nach Stieler, mit Schmuckrahmen

    [Text:]

    Es ist ein groß Ergötzen,
    Sich in den Geist der Zeiten zu versetzen,
    Zu schauen, wie vor uns ein weiser Mann gedacht,
    Und wie wir's dann zuletzt so herrlich weit gebracht.

    Es irrt der Mensch so lang er strebt.

                  Goethe.

    Verso: Text zu Goethe wie Nr. 23. Stengel & Co., G.m.b.H., Dresden 66810. Signet. Nicht gelaufen. – Die Texte stammen aus Faust, Erster Teil, Nacht, gesprochen von Wagner, und aus dem Mund des Herrn im Prolog im Himmel.

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    26. Zeichnung nach Stieler, mit Schmuckrahmen

    [Text:]

    Um die gute alte Zeit
    Laßt die eitle Klage,
    Alte Zeit und neue Zeit
    Berühren sich alle Tage.
    Ach: dieselbe Plage!
    Alte Zeit und neue Zeit,
    Immer heißt es trage!
    Bis wir frei vom Erdenleid
    Ruh'n im Sarkophage.

            Goethe.

    Verso: Text zu Goethe wie Nr. 23. Stengel & Co., G.m.b.H., Dresden 66816. Signet. Nicht gelaufen.

     

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    27. Zeichnung nach Stieler, mit Schmuckrahmen

    [Text:]

    Denn eben, wo Begriffe fehlen,
    Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
    Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
    Mit Worten ein System bereiten,
    An Worte läßt sich trefflich glauben,
    Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben!

    Wer überwindet, der gewinnt!

                Goethe.

    Verso: Text zu Goethe wie Nr. 23. Stengel & Co., G.m.b.H., Dresden 66819. Signet. Nicht gelaufen. – Die Zitate stammen aus Faust, Erster Teil, Nacht und Spaziergang, gesprochen von Mephisto.

     

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    28. Nach Stieler

    Faksimilierte Unterschrift von Goethe. Verso: Franz Jander, Berlin W. 63. Stempel: Keyser'sche Buchhandlung Erfurt. Nicht gelaufen.

     

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    29. Frau Rat Goethe an ihren Sohn

    Frau Rat Goethe an ihren Sohn:

    Froh bin ich über allen Ausdruck, daß Deine Schriften, alte und neue, nicht mit den mir so fatalen lateinischen Lettern das Licht der Welt erblickt haben; – beim römischen Karneval da mag's noch hingehen – aber sonst im übrigen bitte ich dich, bleibe deutsch auch in den Buchstaben.

    Verso: Schrift: Großmütterchen der Schriftgießerei J. G. Schelter & Giesecke, Leipzig. Druckstock nach Zeichnung von Fritz Bersch [1873-?] Nr. 38252 der Kunstanstalt desselben Hauses. Postkarte. Nicht gelaufen. – Zitat aus dem Brief von Goethes Mutter an ihren Sohn vom 16. Juni 1794.

     

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    30. Wolfgang v. Goethe

    Wolfgang v. Goethe (1749-1832) Signatur: THW. Verso: Druck u. Verlag v. Fischer & Wittig, Leipzig. Ges. gesch. Signet: F&W im Kreis. Nr. 89a/783a. Nicht gelaufen.

     

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    31. Also lasset uns trinken!

    Goethe. Geboren 28. August 1740 – Gestorben 22. März 1832. Text in deutscher Schrift:

    Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun.
    Drum Brüderchen! Ergo bibamus.
    Die Gläser, sie klingen, Gespräche, sie ruhn.
    Beherziget Ergo bibamus.
    Das heisst noch ein altes, ein tüchtiges Wort.
    Es passet zum Ersten und passet so fort.
    Und schallet ein Echo vom festlichen Ort.
    Ein herrliches Ergo bibamus.

      (Also lasset uns trinken!)
      Gedichtet im März 1810 im Alter von 61 Jahren.

    Verso: Gastwirtschaft – Burgkeller. Leipzig C 1. Am Naschmarkt. Stempel: Burgkeller Groß-Gaststätten Leipzig. Poststempel: Leipzig Messehaus 25.8.40.-11 Handelshof Reichsmessestadt – Ergo bibamus. Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun, 1. Strophe. Kommers- bzw. populäres Studentenlied.

     

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    32. Nach Stieler, 1949

    Kopie nach Stieler. Monogramm rechts unten nicht aufgelöst. Dem Bildhintergrund eingeschrieben: Es kann die Spur von meinen Erdentagen nicht in Äonen untergehn. Faust II. Teil. Verso: Grossdruckerei "Cawar", Halle (Saale) Nr. 1225. (6428) 45010 12.1.49 50 000. Signet: caWar Bildkarte. Nicht gelaufen. – Die Verse stammen aus dem Schlußmonolog Fausts (Zweiter Teil, Grosser Vorhof des Palasts, V. 11583-84). Die Hintergrundillustration nimmt Motive aus der Vision Fausts von einem tätig-freien Volk auf gewonnenem Land auf:

     

    Ein Sumpf zieht am Gebirge hin,
    Verpestet alles schon Errungene;
    Den faulen Pfuhl auch abzuziehn
    Das Letzte wär' das Höchsterrungene.
    Eröffn' ich Räume vielen Millionen,
    Nicht sicher zwar, doch tätig-frei zu wohnen.
    Grün das Gefilde, fruchtbar; Mensch und Herde
    Sogleich behaglich auf der neusten Erde,
    Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft,
    Den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft.
    Im Innern hier ein paradiesisch Land,
    Da rase draußen Flut bis auf zum Rand,
    Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschließen,
    Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.

     

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    33. Holzschnitt von A. Schöniger

    Goethe. Original-Holzschnitt von A. Schöniger. Nicht gelaufen.

     

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    34. Und daß der Erbfeind Nichts erreicht ...

    Goethe. Verso: "Und daß der Erbfeind Nichts erreicht / Ist aller Deutschen Sache." (Goethe) Verkleinerte Wiedergabe aus dem Mappenwerk "Grosse Deutsche Männer" v. Fritz Wolffhügel, München [1879-1952]. Postkarte. Nicht gelaufen. – Text: Epigrammatisch. Zweite Reihe. Dem 31. Oktober 1817.

     

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    35. Ausschnitt Gemälde 1828

    Wolfgang v. Goethe. Verso: Nordwestdeutscher Kunstverlag, G.m.b.H., Goslar. Postkarte. [Chromolithographie]. Nicht gelaufen.

     

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    36. Goethekopf
    Vexierbild mit Figuren seiner Werke

    Goethe. Signet: PFR in stehender Rombe. Déposé dans tous les pays.Poststempel und Datierung: 1909. – Auf der Fotomontage sind erkennbar: Gretchen (Nase), links neben ihr Faust und Mephisto; Erlkönig (Stirn); Der Fischer: "Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm; / Da war's um ihn geschehn: / Halb zog sie ihn, halb sank er hin, / Und ward nicht mehr gesehn." (linkes Auge). Zum >composite portrait< vgl. Richard Carline: Pictures in the Post. The Story of the Picture Postcard and its Place in the History of Popular Art. London: Gordon Fraser 1971, S. 21 mit mehreren Beispielen, z.B. "portrait heads of famous statesmen which prove, on closer inspection, to be composed of nude female figures".

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    3. Literatur

    Goethe und die Kunst. Hg. von Sabine Schulze. Ostfildern: Verlag Gerd Hatje 1994 (Ausstellungskatalog Schirn Kunsthalle Frankfurt und Kunstsammlungen zu Weimar; Goethe im Porträt, S.149-217)

    Payer-Thurn, Rudolf: Goethe. Ein Bilderbuch. Sein Leben und Schaffen in 444 Bildern. Leipzig: Günther Schulz o.J.

    Pechel, Rud(olf): Goethe und Goethestätten. 88 Bilder (Schaubücher, 32) Zürich, Leipzig: Orell Füssli 1932.

    Wahl, Hans: Goethe im Bildnis. Leipzig: Insel 1925.

    Wahl, Hans / Kippenberg, Anton: Goethe und seine Welt. Unter Mitwirkung von Ernst Beutler. 580 Abbildungen. Leipzig: Im Insel Verlag 1932.

    Wiederholte Spiegelungen. Weimarer Klassik 1759-1832. Ständige Ausstellung des Goethe-Nationalmuseums. Hg. von Gerhard Schuster u. Caroline Gille. 2 Bde (mit durchgehender Seitenzählung). Stiftung Weimarer Klassik bei Hanser. München, Weimar: Carl Hanser 1999.

     

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    Ludwig-Maximilians-Universität München
    Institut für Deutsche Philologie
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    Dr. Sabine Schulze und den Verlagen Carl Hanser und Hatje Cantz danken wir für die Erlaubnis, auf die aus ihren Veröffentlichungen stammenden Abbildungen und Texte verlinken zu dürfen.


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